Mittwoch 25. November 2015

TECHNO AND FREEZONES

burning-mobil

19:00  Türöffnung / Barbetrieb

20:00 Dokfilm: WENDEKLANG (DE 2014, 52min)
Regie: ROLF LAMBERT
Berlin nach dem Mauerfall: Der Osten mit Glitzer und
Techno.

21:21 Performance: TECHNO-DANCE PERFORMANCE
Mit „THE KULT DANCERS“ von ANNE ROSSET
TechnoSoundMix von ROBERT ALEXANDER


21:45 Dokfilm: DUST & ILLUSIONS (USA 2009, 80min)
Regie: OLIVIER BONIN
30 Jahre Geschichte des fantastischen
BURNING MAN FESTIVALS

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Intro

Gegen Ende der 80iger Jahre kam so Einiges ins Rutschen. Brüche, Umwälzungen bahnten sich an. Aids bremste den Lustwandel. Tschernobyl wurde zum menschlichen und wirtschaftlichen Trauma. Die Autostadt Detroit zeigte Zerfallserscheinungen. In die kapitalistischen Ruinen preschten die Schwarzen , die permanent an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, mit aufmüpfigem Rap und mit dem ohrenbetäubenden Maschinensound Techno.

Die sozialistisch diktierten Staaten wurden von den anwachsenden Massen unzufriedener Menschen zusehends ins Off bugsiert. Es kam zum menschlichen Vulkanausbruch: Mauerfall in Berlin 1989.

Uto Kult zeigt 2 Dokfilme, die die Zeichen und Ereignisse jener Zeit eindrücklich veranschaulichen: das Freiheitsgefühl und dessen subversive Kreativität. An Orten, die tausende von Meilen auseinanderliegen – da Berlin, dort San Francisco – West Coast.

Dokfilm „Wendeklang“ Regie Rolf Lambert

Vorlage für den Film ist das Buch „der Klang der Familie – Berlin“ von Felix Denk und Sven von Thülen. Berlin 1990 nach dem Mauerfall.

Die Verwaltung im Osten bricht zusammen. Das Freiheitsgefühl der Menschen ist überschwenglich – insbesondere bei den Jugendlichen im Osten. Da die Stadt nun offen ist – keine Grenzen und keine Kontrollen mehr – erobern die Jugendlichen aus dem Westen und Osten leerstehende Industriebauten. Sie rufen auf zu illegalen Partys im Heizkraftwerk, in der Seifenfabrik, im Hochbunker. Die Fantasie, die Euphorie ist unermesslich. Der Sound in den Fabrikhallen: Techno – der Maschinensound.

Der Dokfilm wurde 2014 das erste Mal von Arte ausgestrahlt. Zeitgeschichtliches Material wird collagiert. Aufnahmen von legendären Partys werden gezeigt, die so noch nie zu sehen waren..

Unter den Protagonisten: Musikproduzent Mark Reeder, die Tresorgründer (berühmter Klub) Dimitri Hegemann und Johnnie Stieler unam.

Dokfilm „Dust & Illusions“ von Olivier Bonin (2009)

Dieser Film schildert die Entstehung und die Geschichte des einmaligen, fantastischen Burning Man Festival, das jährlich um den Labor Day (Ende Aug) in der Wüste Nevada (USA) stattfindet.

Die Ursprünge des „Burning Man“ liegen in den 80iger Jahren – und zwar in San Francisco. Es gab damals etliche verrückte Underground Art Movements – dadaistisch beeinflusst, die fernab von Kommerz ihre gesponnen Aktivitäten in der Oeffentlichkeit entfalteten – illegal versteht sich. So kam es 1986 am Baker Beach in San Francisco zum ersten Burning Man Spektakel. Eine riesige Figur, aus Holz zusammengebaut, wurde vor einer Schar Schaulustiger verbrannt.

Von da weg wurde diese Kunstaktion jedes Jahr durchgeführt. Die Masse der Schaulustigen wuchs an. Die Polizei und die Behörden griffen ein. Der Anlass sollte verboten werden. Daraufhin beschlossen die Initianten dieses Spektakel in die Wüste Nevada zu verlegen (1991), wo es schon eine Truppe von Kunstfreaks gab, die jedes Jahr ein Kunsthappening veranstalteten.

Regisseur Olivier Bonin verfolgt in seinem Film, anschaulich und eindrücklich , wie die ehrenhaften Grundideen des Bunrning Man Festivals seit 1986 bis heute aufrechterhalten werden, obwohl es heute ein einwöchiger Grossanlass ist – mitten im staubigen Out-of -Nowhere. Rund 60000 Menschen campieren eine Woche lang in Black Rock City.

Die Organisator-Innen – darunter Gründungsmitglieder wie zB. Larry Harvey – bleiben ihren Grundsätzen aus erster Stunde treu: Kunst und Community ist und bleibt der Grundpfeiler des Festivals.Es gibt keinen Kommerz. Alles, was in Black Rock City geboten wird – künstlerisch, kulturell, sozial,musikalisch – ist von den Festivalteilnehmer-Innen zur Hauptsache selbst organisiert – in sogenannten Themencamps. Es gibt kein zentral bestimmtes Programm. Ausgenommen die fantastischen Kunstwerke, die in der Wüste zu bewundern sind – sie werden jeweils vom Burning Man Komitee ausgewählt und angekauft. Der grosse Teil der Ticketeinnahmen wird in die immense und ausgeklügelte Infrastruktur des Festivals und in die wahnwitzigen Kunstinstallationen investiert.

Es ist ein Wahnsinn – unglaublich – nach dem Festival liegt die Wüste quasi unberührt wieder da unter der gleissenden Sonne. Keine Petflasche, kein Fetzen Papier ist zu finden.

Chapeau – einmalig – ein grosses Kompliment an die schon ins Alter gekommenen Burning Man Initianten und Macher-Innen.

Ein schönes Lob auch an Olivier Bonin, dass er den Spirit dieses Festivals mit Bildern und Interviews so hintersinnig und erhellend eingefangen hat.

Der Film ist leider nur in der Originalsprache Englisch zur Verfügung.

 

ABENDKASSE, NUR BARZAHLUNG MÖGLICH

CHF 25.-

CHF 20.-  legi

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